Berlin, Berlin! Wir fuhren nach Berlin … Räume öffnen in der Hauptstadt

Meine Reise nach Berlin, die ich im März zusammen mit meinem Freund Roy Präger unternahm, war für mich mehr als nur ein Termin im Kalender. Eingeladen zum parlamentarischen Abend des Vereins »Fußball stiftet Zukunft« ging es für mich in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft, direkt am Bundestag. Ein Ort, der schnell nach „großer Politik“ klingt. Zumal wir beiläufig erfuhren, dass im direkt Raum nebenan – nur durch eine Tür getrennt – Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem Staatsgast dinierte.

Schon beim Ankommen hatte ich das Gefühl, dass das ein besonderer Abend wird. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Fußball und Stiftungsarbeit waren zusammengekommen. Begrüßt wurden wir vom Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer (CSU), Schirmherr der Veranstaltung, gemeinsam mit Moderator Ralf Köttker, der durch den Abend führte. Ziemlich schnell entstand eine offene Atmosphäre: Gespräche fanden nicht nur auf dem Podium statt, sondern überall im Raum. So kam ich unter anderem mit der Bundestagsabgeordneten Tina Winklmann (Bündnis 90/Die Grünen) ins Gespräch, die neben uns am Tisch saß.

Im ersten Teil ging es um das Netzwerk von »Fußball stiftet Zukunft e. V.«. Vorsitzender Hendrik Schulze-Oechtering gab Einblicke in die Arbeit der vielen Fußballstiftungen in Deutschland – 23 an der Zahl unter dem Dach des Vereins! Mir wurde dabei noch einmal klar, wie breit das Engagement ist: Bildungsprojekte, Bewegungsangebote, ganz konkrete Hilfe für Menschen in schwierigen Situationen. Fußball ist nicht Selbstzweck, sondern bietet einen Zugang zu Menschen, die man sonst oft gar nicht erreicht.

Für mich wurde es im zweiten Teil persönlicher. Da ging es um die Krzysztof-Nowak-Stiftung, für die Roy und ich zu diesem Abend als offizielle Vertreter eingeladen waren. Ich erzählte, was ALS für mich bedeutet. Wie sich mein Leben Schritt für Schritt verändert hat. Und wie wichtig es ist, nicht nur Unterstützung zu bekommen, sondern gesehen und gehört zu werden – um selbst wieder etwas weitergeben zu können.

Roy und ich haben auch über unser ALS-Wölfe-Mobil gesprochen. Hilfe, die ohne große Umwege ankommt, die zumindest für eine Zeit ein Stück mobile Freiheit zurückgibt. Ich hatte den Eindruck, dass das viele im Raum wirklich interessierte. Diese Mischung mochte ich sehr: persönliche Geschichten auf der einen Seite, Strukturen und Möglichkeiten auf der anderen. Projekte, Netzwerke, politische Kontakte und dazwischen ganz konkrete Lebensrealitäten. Eine konstruktive Stimmung.

Es ging nicht darum, schnelle Antworten zu finden. Sondern darum, zuzuhören. Nachzufragen. Auch Dinge stehen zu lassen, die vielleicht nicht sofort lösbar sind. Und  dann sind es oft die kleinen Gespräche zwischendurch, die weiterführen. Kurze Begegnungen mit ehrlichen Rückmeldungen. Im Grunde war es somit dann doch „große Politik“, die uns umgab, ganz dem Ort entsprechend. Und wir mittendrin. Nur eben nicht auf der großen Bühne, in Debatten, sondern im Austausch. Ich fühlte mich ein Stück weit als Botschafter unter Botschaftern. Unsere gemeinsame Richtung: mehr Teilhabe, mehr Miteinander, mehr Füreinander.

Und wie es sich für einen politischen Abend in Berlin gehört, ging es danach noch weiter: Tina Winklmann nahm  uns mit in die etwas versteckt gelegene Parlamentarier-Kneipe im Keller. Gemeinsam mit Renate Lingor, zweifache deutsche Fußball-Weltmeisterin, ließen wir den Abend bei Kölsch und einem Schnaps ausklingen, direkt unter dem Bundestag. Auch Peter und Tanja aus meinem Begleitteam waren dabei und haben mich, wie auf der gesamten Berlin-Fahrt, großartig unterstützt. Ohne euch, wäre das nicht möglich gewesen, vielen Dank!

Hier bekommt Ihr ein paar Einblicke im Video … 

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